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Der Leiter der Sektion Dresden referierte am 15. September 2022 zum Thema „Hugo Junkers – eine ambivalente Persönlichkeit?“

Text: Rainer Appelt, Leiter Sektion Dresden

Sowohl in West- wie in Ostdeutschland dominierte lange ein sehr einfaches schwarz-weiß gezeichnetes Bild von Hugo Junkers: Die Tätigkeit Junkers als Techniker und Wissenschaftler wird allgemein anerkannt und gewürdigt. Seite Tätigkeit als Unternehmer hingegen ist umstritten. Eine Trennung der beiden Komponenten Wissenschaft und Unternehmer in dem Sinne, alles, was positiv im Werk von Junkers ist, stammt aus seiner Persönlichkeit und deren Engagement für Technik und Wissenschaft, und alles was negativ und problematisch war, aus den Sachzwängen seiner sozialen Position ist so nicht möglich.


Hugo Junkers vor einer F 13, Quelle Bundesarchiv

Junkers unterlag zwar als Unternehmer ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Sachzwängen. Dennoch hatte die Person Junkers Bewegungsfreiräume in seinem Handeln gegenüber der Gesellschaft. In der DDR wandelte sich das gesellschaftliche Bild von Junkers noch durch ideologische Überzeichnungen, die sich vom Kriegstreiber bis zum Freund der Sowjetunion (Konzessionsvertrag Junkers mit der SU in Fili b. Moskau 1923-1926) bewegten.


Junkers-Werke in Dessau, Quelle Bundesarchiv

Der Referent versuchte, durch die Erschließung bisher unbekannter Quellen, wie der Beitrag von Dr. Wissmann zur Persönlichkeit Junkers aus dem Jahr 1989 an der TU Dresden, ein genaueres Persönlichkeitsbild zu zeichnen. Wichtige Stationen Junkers beginnend vom Studium, seiner Tätigkeit als Motorenentwickler bei Oechelhäuser, die Gründung eigener Firmen zur Vermarktung entwickelter Innovationen (Kalorimeter, Badeöfen und Durchlauferhitzer), der Lehrtätigkeit an der TH Aachen, der Zuwendung zum Flugzeug- und Motorenbau und dessen Leichtbau offenbarten eine grundsätzliche Haltung, dass Partnerschaften und Kooperationen mit Dritten ihm unerträglich und undurchführbar waren. Sein autoritärer Führungsstil, die Selbstüberschätzung der „reinen“ Wissenschaft, seine Geringschätzung gegenüber akademischen Graden, die hohe Wertschätzung eines „praktischen Gefühls“ sowie das Erreichen einer möglichst marktbeherrschenden Patentpolitik ließen das unternehmerische Handeln nicht einfacher werden. Besonders auffällig war ihm nahestehenden Mitarbeiter das auffällige Auseinanderklaffen von Worten und Taten. Einerseits unternahm Junkers alles Notwendige in Bezug auf eine Berufsausbildung nach hohen Qualitätsanforderungen, die Betätigung der jungen Menschen in Betriebssportgruppen, Umsetzung eines sozialen Wohnungsbaues in Dessau u.a. und andererseits zeigten seine weltanschaulichen Positionen an vielen Beispielen persönlicher Äußerungen in Vorträgen oder Denkschriften wie an die OHL aus dem Jahr 1915, dass seine „ökonomisierende“ Betrachtung des Krieges und andere Äußerungen zum Einsatz des Flugzeuges 1925 als „Kampfmittel froher Menschlichkeit“ oder 1927 als „Waffe des Friedens“, seine Meinung zu England u.a. eine konsequente Haltung in Fragen des Friedens erschwerte.


Hugo Junkers bei der Präsentation seines Flugmotors FO 4, Quelle DHM

Der Welt bleiben dennoch solche Junkerschen-Meilensteine in der Luftfahrt in bleibender Erinnerung (Auswahl) wie: J1 – der welterste freitragende Ganzmetalljäger, F 13 - das welterste „reine“ ganzmetall-Passagierflugzeug, 1928 die erste Überquerung des Atlantiks von Ost nach West mittels einer Junkers W34 (eine Weiterentwicklung der F 13), 1929 –weltgrößte viermotorige Passagierflugzeug G 38, 1931 – welterste Höhenflugzeug Ju 49 mit Druck-kammer und Höhenladermotor, 1931 Bau der legendären Dreimot Ju-52/3m, 1932 - die letzte unter Mitwirkung von Junkers gebaute Schnellverkehrsmaschine Ju-60 in Glattblechausführung und Einziehfahrwerk wie bei Lockheed 9B „Orion“ und DC.3 u.a.


Junkers „Blechesel“ J1 in Döberitz 1915, Quelle Bundesarchiv


Junkers Prototyp F13 1919, Quelle wiki

Die Umsetzung seiner privaten unabhängigen Forschung, mit deren Gewinn er die Luftfahrt bei Junkers finanzierte, sollte immer von äußeren Einflüssen, gesellschaftlichen wie staatlichen, unabhängig sein. Gerade dieser Punkt musste mit der Machtergreifung der Nazis 1933 ein großes Konfliktpotenzial erreichen. Es waren mehrere Gründe, die dies verursachten. Es war nicht nur die Aversion der Reichswehr gegenüber Junkers, Junkers hatte mit Sachsenberg den Verbindungsmann zur Reichswehr 1932 entlassen, sondern Göring und Milch wollten ihn als suspekten Pazifisten und Demokraten kaltstellen. Das nun bereits im Januar 1933 beginnende Kesseltreiben, besonders aktiv war dabei Oberstaatsanwalt Lämmler, führte zur von den Nazis geforderten Überschreibung am 2.6.33 aller seiner Patente auf die Werke und  treuhänderischen Übernahme am 17.10.33 mit 51% der Mehrheit an den Betriebsanteilen.


Hugo Junkers mit Mitarbeitern vor G38, Quelle Bundesarchiv

Junkers wurde in Bayrischzell verhaftet und durfte fortan seine Werke nicht mehr betreten. Gedemütigt und seines Lebenswerkes beraubt verstarb Junkers am 3. Februar 1935, genau am 76. Geburtstag, in Gauting b. München und wurde am 9. Februar 1935 auf dem Münchner-Waldfriedhof im Rahmen eines Staatsbegräbnisses, welches an Zynismus nicht zu überbieten war, beigesetzt. Der Nachfolger und „Macher“ Heinrich Koppenberg, einst Manager bei Flick, führte den Flugzeugkonzern zu dem, was die Nazis von Junkers schon immer wollten, zur größten deutschen Flugzeug-Waffenschmiede. Ein Großauftrag des RLM vom 22.8.1933 über 6.235 Flugzeuge für die neue Luftwaffe unterstrich dies sehr deutlich.


Staatsbegräbnis von Hugo Junkers in München 1935, Quelle wiki

Umfangreiche historische Fotos, Dokumente und belegte persönliche Zitate Junkers untermauerten die gemeinsam diskutierte Sachlage zum Persönlichkeitsprofil von Hugo Junkers.


Junkers Ju 52 „Otto Falke“, Quelle Bundesarchiv

Sektion Dresden: Erlebnisbericht eines UL-Piloten

Welcher Hobby-Flieger möchte nicht gerne einmal auf historisch bedeutsamen Flugplätzen oder einem großen Verkehrslandeplatz mit einer kleinen Maschine oder einem Luftsportgerät landen. Das über viele Jahre in Brauna bei Kamenz durchgeführte große Fliegertreffen ermöglichte dies.

 

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Daten & Fakten

Gründung: 19.09.1984
Stand 2021:  1.143 Mitglieder

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